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Flowerhorn Zucht
Datum 02/08/2011 17:21  Autor Flowerhorn  Hits 5049  Sprache Global
Was man über die Zucht von Flowerhorns wissen sollte.

Flowerhorn Zucht

Die Zucht von Flowerhorn ist eigentlich nicht schwer. Sie verhalten sich da ganz ähnlich wie ihre mittelamerikanischen Ahnen. Flowerhorn sind für die Show geschaffen. Man pflegt sie um sie zu bestaunen, weil sie Glück bringen und vielleicht auch um ein wenig anzugeben. In der Regel hält man nur Männchen in sogenannten Show-Becken. Diese zeigen natürlich wesentlich mehr an Farbe, Form und Größe als das Weibchen. So bekommt man eigentlich nur Männchen zu kaufen. Eine Zucht dieser schönen Fische sollte nur in Betracht kommen, wenn man  über den nötigen Platz verfügt und man sich sicher sein kann die Nachzuchten auch an den Mann, sprich verkauft zu bekommen. Da dies in Deutschland im Moment noch etwas schwierig ist, sollte man es sich gut überlegen. Die Nachzuchten sind in der Regel sehr zahlreich, aber nur eine Handvoll der Nachzucht genügt den Anforderungen eines guten Züchters. Bei Adulten Tieren sind 800 bis 1000 Stück keine Seltenheit. Möchte man es dennoch versuchen ist es ratsam Männchen und Weibchen vorsichtig zusammen zu bringen. Ein Männchen und ein Weibchen ergeben noch lange kein Paar. Oft verjagt das stärkere Männchen das unterlegene Weibchen und es kann dabei zu schweren Verletzungen kommen oder gar bis zum Tod den unterlegenen Tieres. Aus diesem Grund sollte das Aquarium, welches mindestens eine Grundfläche von  1,20m x 0,50m x 0,40m haben sollte, in der Mitte mit einem Gitter getrennt sein. So können sich die beiden zu verpaarenden Flowerhorn erst einmal kennenlernen. Schnell kann man erkennen ob sich die beiden verstehen oder nicht. Sollten beide Tiere mit der Balz beginnen, kann man das Gitter heraus nehmen. Dennoch ist immer Vorsicht geboten. Schnell kann die Stimmung umkippen und dann ist eine sofortige Trenne ratsam. Wenn es gar nicht funktioniert sollte man den Partner tauschen. Dabei ist es egal ob Männchen oder Weibchen ausgetauscht wird. Klappt eine Verpaarung so wird von beiden Tieren ein Substrat geputzt. Dies kann eine Steinplatte, ein Stein, ein Teller oder auch einfach nur der Aquarienboden sein. Das Weibchen fährt seine Legeröhre weit aus und beginnt Eier auf das Substrat zu kleben.

Abwechselnd dazu steift das Männchen seine Spermien über das Gelege. Diese kreisenden Bewegungen können dann auch schon mal etwas länger dauern. Im Schnitt sind die beiden in einer Stunde damit fertig. Nun ist es Ratsam das Männchen aus dem Aquarium zu nehmen. So geht man einem „Ehekrach“ aus dem Weg. Dies kommt leider hin und wieder vor. Die Eier entwickeln sich, abhängig von der Temperatur, in 3-5 Tagen zu zappelten Larven. Diese werden von dem Weibchen in einem Pulk zusammen gehalten. Nach weiteren 4-6 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht. Die Kleinen schwimmen frei. Nun kann man auch das Weibchen aus dem Aquarium nehmen. Das Aquarium ist nun erst mal groß genug um die Kleinen etwas wachsen zu lassen. Die tun sie am besten, wenn man sie 2-3 mal täglich mit frisch geschlüpften Artemien füttert. So wachsen sie rasch heran. Ab 3-4 cm kann man sie vorsichtig an Trockenfutter heran führen. Dazu sollte man am Anfang erst mal sehr vorsichtig füttern. In den Fingern zerriebenes Flockenfutter oder sehr kleines Granulat eignen sich da gut. Nicht zu viel füttern. Füttert man es trocken wird das Futter in den kleinen Bäuchen aufquellen. Die kann bei zu viel Futter dazu führen, dass sie innerlich „platzen“. Man kann das Futter auch vor der Fütterung min. 10 Minuten  in etwas Wasser einweichen lassen. Um so größer sie werden um so einfacher wird es mit der Fütterung. Die Kleinen sollten immer schöne kleine runde Bäuche haben.  Ab einer Größe von 6-10 cm werden Farbe und Zeichnung intensiver. Ab jetzt kann man mit Selektion anfangen. Manchmal geht es auch schon etwas früher los. Einige Tiere wachen auch voraus. Das heißt sie wachsen wesentlich schnelle als die übrigen Nachzuchten. Solche Tiere zeigen zwar oft schöne Formen und Farben, sind aber auch später die aggressiveren Tiere.

Aber bitte stets daran denken, dass es nicht leicht sein wird seine Nachzuchten zu verkaufen. Zum einem existiert in Deutschland noch kein richtiger Markt für diese Fische und keiner weiß ob sie sich wirklich in Europa etablieren können und zum anderem ist der Preis für gute Tiere sehr hoch. Letzteres ist für Deutschland, wie auch in anderen Ländern, ein nicht ganz so großes Problem. Für seine Lieblinge wird schon mal etwas mehr Geld aus gegeben. Die höheren Preise haben aber auch Vorteile. Die Anschaffung von teuren Tieren wird  gründlich überlegt, mit solchen Tieren wird sich noch intensiver  befasst und beschäftigt. Dies gibt den Arten etwas Sicherheit. Und richtige Liebhaber geben schon mal gerne etwas mehr aus um die gesuchte/gewünschte Art/Variante zu bekommen.

Quelle: KingKamfa.de
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